Das ehemalige Warnamt

Was ist eigentlich ein Warnamt? Schon in unserer Jugend fragten wir uns, was der entsprechende Wegweiser an der Straße in einem kleinen Dorf südlich von Ansbach zu bedeuten hat bzw. was sich hinter den Gebäuden am Waldrand verbirgt. Als das Schild plötzlich nicht mehr da war und stattdessen eine Hundezucht angezeigt wurde, war es an der Zeit mal nachzubohren.

Warnämter gab es mehrere in Deutschland, 10 an der Zahl, unterstellt dem Bundesamt für Zivilschutz und damit auch Teil des Bundesinnenministeriums. Gebaut wurden die über das ganze Bundesgebiet verteilten und annähernd baugleichen Warnämter in den 1950er-Jahren wegen der steigenden Bedrohungslage durch den Kalten Krieg. Im Ernstfall hätten die Ämter die Sirenen ausgelöst und zum Beispiel vor drohenden Angriffen gewarnt. Nach und nach wurde der rein militärische Zweck auch auf zivile Gefahren wie Schadstoffaustritte und Brandkatastrophen ausgeweitet.

Da nimmt keiner mehr ab …

Nach Ende des Kalten Krieges wurden alle Warnämter geschlossen und teils einem zivilen Zweck überführt, die Mitarbeiter wurden in das Bundesamt für Zivilschutz überführt.

Im Warnamt-Bunker

Das eigentlich besondere und lange Zeit geheimgehaltene war sicherlich der Warnamtbunker, satte 4 Stockwerke tief. Ausgelegt für 30 Tage (Über-) Leben ohne Kontakt zur Außenwelt, mit eigenem Brunnen, eigener Stromversorgung, einer zweistöckigen Kommandozentrale und den damals wohl modernsten Kommunikationsanlagen, welche aus heutiger Sicht geradezu museal anmuten.

Der Kontakt zum jetzigen Eigentümer war schnell hergestellt und so konnte eine sehr interessante Bunker-Fototour starten.

 Zu den Fotos

Weiterführende Infos:

Das Warnamt bei Wikipedia
Der Warndienst bei geschichtsspuren.de

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